Das Leiden der Weihnachtsmänner

...eine nicht enden wollende Tragödie

oder doch noch ein Happy-End?

 

Sind Schokoladenweihnachtsmänner geschlechtslos oder gibt es auch bei ihnen ein weibliches Korrelat ? Ganz geschlechtslos kann der Schokoweihnachtsmann nicht sein, denn sein Ebenbild, der richtige Weihnachtsmann ist ganz und gar nicht geschlechtslos. Schon bald wird ersichtlich, dass da irgendetwas ganz oberfaul sein muss und wenn man seine prüfenden Augen auf die Industrie lenkt, fängt die Sache ganz gewaltig an zu stinken.
Von Anfang an tat sich die Industrie schwer mit dem weiblichen Nebenprodukt des Schokoweihnachtsmannes, weil einfach kein lohnender Absatzmark gefunden werden konnte. Wie Ermittlungen ergaben, ging man damals dazu über, die unerwünschten weiblichen Exemplare in einen Container zu sperren und zum Zerstampfen und Einpressen ans nächstliegende Pralinenwerk zu verschleudern.
Doch zum Heil der weiblichen Weihnachtsmänner sank in den folgenden Jahren der Konfektkonsum erheblich und erzwang ein Umdenken und eine kostensparende Alternative. Die gewissenlose raffgierige Süsswarenindustrie verfolgte nun eine Strategie, wie sie aus dem "Abfallverkaufsprodukt" (Firmenslang) durch eine totale und grausame gentechnologische Veränderung doch noch Gewinn schlagen konnte.
Der Alptraum hiess "Maskulinisation". Leider verbunden mit einer enormen Missbildungsquote, war es trotz chirurgischen Mehraufwand noch ein lukratives Geschäft und man kann davon ausgehen, dass jeder dritte Schokoweihnachtsmann im Regal in Wirklichkeit mal weiblich war.
Unvorhersehbar sind die Spätfolgen des langzeitig negativ wirkenden Eingriffs, was insbesondere sich auf das seelische Leiden der Subjekte auswirkt. Denn der Körper hat nie vergessen, welchen Ursprung die Natur ihm gegeben hatte.
Wir wollen deshalb den misshandelten Schokoweihnachtsmännern eine Chance für ein neues Leben geben und eine Anleitung geben, wie man eine fachmännische chirurgische Rekonstruktion selbst in die Hand nehmen kann.

Einem von ihnen wird heute ein schon langer Wunsch erfüllt werden
Wir haben uns drei Weihnachtsmänner aus dem nächstliegenden Supermarkt besorgt und entschieden, dass der in der Mitte stehende eindeutig die meisten weiblichen Züge zeigt. Bei genauerer Betrachtung liess sich auch vermerken, dass er sehr schön gezeichnete Wimpern hat, was uns in unserer Entscheidung bestätigte.

Die Arbeitsfläche
Als erstes müssen wir für eine ordentliche, sachgemässe Arbeitsfläche vorbereiten und dafür sorgen, dass alle benötigten Arbeitsmittel in unmittelbarer Nähe liegen. Als Unterlage verwenden wir eine saubere Aluminiumfolie. Damit wird sichergestellt, dass kein Schmutz wärend des chirurgischen Eingriffs in das Objekt eindringen kann und zudem lässt sich später, falls was schief geht, alles gut entsorgen. Da die Folie dem Probanden im Alltag als Bekleidung dient, hat sie auch eine Kuschelige beruhigende Wirkung.

Das richtige Werkzeug
Was auf keinen Fall vernachlässigt werden darf, ist ein scharfes und taugliches Werkzeug zum öffnen des Körpers vom Probanden. Also bitte den Schraubenzieher und das Buttermesse diesmal in der Kramkiste lassen.

entfernen der Kleidung
Jetzt verbinden wir dem Probanden die Augen, damit er nicht alles mit ansehen muss (Bzw. damit die Augen vor Schmerzen nicht rausquillen ). Wir hätten an dieser Stelle gern eine Narkose angewendet, aber leider weiss niemand welche Nebenwirkungen dabei auftretten können, und für ausgedehnte Experimente müssten wir nochmal zum Supermarkt gehen, der inzwischen zugemacht hat. Ausserdem ist unser Propand sehr Tapfer und bereit einige Opfer zu bringen. Wir entfernen die Bekleidung um ein besseren Zugriff auf unser Arbeitsfeld zu bekommen. Hier sei erwähnt, dass wir keine richtige Geschlechtsumwandlung durchführen werden, das wäre viel zu riskant. Niemand weiss wo bei einem Weihnachtsmann die eigentlichen Organe hingewachsen sind... durch das intensive Anwenden gentechnologischer Therapien über viele Generation, ist es fast unmöglich, Spuren der Geschlechtsorgane zu lokalisieren.

Der erste Schnitt
Nun schneiden wir mit dem schärfsten Gegenstand den wir im Haushalt gefunden haben die im Bild dargestellten Stellen ein und schlitzen zwei Vollmondförmige Löcher in den mittleren Brustbereich. Je nach Wunschstellung des Probanden kann man auch in der Höhe variieren.
So siehts danach aus

Jetzt benötigen wir das Präparat und den Gewebebinder. Am besten lässt sich der Gewebebinder verarbeiten, wenn er vorher in der Mikrowelle noch mal warm gemacht wurde.
Der GewebebinderDas Präparat

Als nächstes wird gezeit, wie man Schritt für Schritt die Präparate aufbringt und mit dem Gewebebinder ordentlich verschmiert. Es ist nicht nur Präzison sondern auch eine künstlerische Führung des Schneidewerkzeugs erforderlich. Jede unkontrollierte Handbewegung kann dem Probanden schwere innere Verletzungen bescheren, also besser vorher eine Klaren trinken und die eventuell zitternde Hand irgendwo aufstützen.
Hier wird einem Präperat gerade der letzte Schliff verliehen. Das hier ist nichts für Leute mit empfindlichen Magen oder schwachen Nerven

Mit einem Tuper lässt sich nach vollendeter Arbeit leicht jeder Riss nochmal nachverschmieren damit später auch keine unästetischen Narben zurückbleiben und eine füllige Oberweite ohne Mängel das glückliche Herz in sich trägt.

Nach 4 Stunden Operation
Unser Proband war nach der Operation, nachdem er oder vielmehr sie zum ersten mal in den Spiegel sah deart begeistert und aufgeregt, dass beinahe die Nähte wieder gerissen wären. Aber noch bevor die Probandin wieder auf dem Beinen war, hat sie einen Shooting-Vertrag unterschrieben und einige Zeit später erhielten wir einen Brief von einer neugeborenen Claudia in welchen sie nochmals ihren ausdrücklichsten Dank an uns richtete und uns von Ihrer karriere als Schokomodel berrichtete. Die Fotoindustrie war angeblich schon lange Zeit auf der Suche nach einem Model für die Magazine der Schokoladenweihnachtsmänner... schon klar das die schon lange die langweiligen Geschichten vom Tannenbaum und Niklausstiefel satt hatten und mal eine echte Neuigkeit und Senstation sehen wollten. Unsere Claudia vergass es jedenfalls nicht auch einige Bilder von sich mit bei zu legen, die wir Euch nicht vorenthalten möchten!

Wow! Echt sexy, Claudia!

Wir wünschen uns, dass durch diese Anleitung noch viele andere Weiblich tendenzierte Schokoweihnachtsmänner der Gefangenschaft und Geizelung ihres falschen Körpers entkommen werden und endlich die Freiheit durch Mut erlangen werden, wie sie sie sich verdient haben!
Darum versucht mitzuhelfen, mit Liebe und Geborgenheit, Verständnis und Führsorge für diese armen Geschöpfen!

 


8.
rennreh hat das prinzip total kühl durchschaut. aber weisste, ich glaub schokoladenweihnachtsmänner entstehen gar nich durch säx. deswegen kann ich sie auch getrost weiteressen ohne befürchten zu müssen, dass sie mir aufgrund von mangelnder fortpflanzung irgendwann aussterben. aber trotzdem: danke für punkt eins bis vier! Endlich weiß ich wozu es männer gibt! Juhu!!!! (elsch springt in der luft herum und sieht die welt völlig neu)

von elsch 2002-12-17 12:09:58 CET

7.
Denk doch mal so: 1.: Männer sind für die Fortpflanzung unerlässlich -  2.: Ohne Männer keine Fortpflanzung - 3.: Ohne S** keine Babies - 4.: Ohne Babies keine Männlein und auch keine Weiblein - 5.: Ohne Männlein ist elsch auf Diät! Kapiesch?

von rennreh 2002-12-17 10:40:27 CET

6.
ja rennreh, ich bekenne mich des kannibalismus. aber ich esse die weihnachtsmänner ja gerade deshalb, weil sie MÄNNER sind! Deshalb kann ich mich jetzt nicht freuen, weil da mehr dran is , kapiesch?

von elsch 2002-12-13 11:43:36 CET

5.
Was regst Du Dich auf: Du verspeist doch Schokoweihnachtsmänner. Jetzt ist noch mehr dran.

von rennreh 2002-12-12 12:00:32 CET

4.
mein senf: äußerst imposant... so ganz ohne narkose und hormonnachbehandlung...
durfte die probandin sich denn die präparate vorher selbst im supermarkt aussuchen?

von elsch 2002-12-11 13:27:08 CET

3.
wao, der Blick in den Spiegel hat deutliche Spuren im Gesicht hinterlassen. Oder habt Ihr Kurpfuscher da etwa auch nachgeholfen??
btw. Ich stelle mal die Frage in den Raum, ob sich wirklich jeder "Frau" nennen darf, sofern er zwei Brüste sein eigen nennt?? (Obwohl das Argument mit den langen Wimpern mich schon fast überzeugt hat.)
*soll ich jetzt wirklich "Ab den Post!" drücken, oder kann ich das mit meiner Schulbildung nicht vereinbaren?*

von Papa Laufer 2002-12-11 13:06:32 CET

2.
pfui. ihr armen ersties müßt aber früh aufstehen.
jedenfalls ist die geschichte mal wieder klasse.
meine bessere hälfte ist auch ganz begeistert

von kobo 2002-12-11 07:14:41 CET

1.
Erster! Ätschibätsch, Kobo!

von Gerald 2002-12-11 06:58:23 CET

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